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26.02.2014

Musikalische Geisterbeschwörung - Rezension zum Album One Is The Other

Auf "One Is The Other" zollt das Billy Hart Quartet mit eigenen Stücken u.a. Lennie Tristano, Charlie Parker und Stevie Wonder Tribut.

Billy Hart, Musikalische Geisterbeschwörung © John Rogers / ECM Billy Hart Quartet

Billy Hart spielt in derselben Liga wie Max Roach, Paul Motian und Jack DeJohnette. Der 73-Jährige ist nicht nur ein stilistisch ungemein versierter Schlagzeuger, sondern auch ein exzellenter Bandleader mit Ohr für junge Talente und ein wunderbarer Komponist. Das beweist er einmal auf seinem zweiten ECM-Album "One Is The Other", das er mit Partnern aufnahm, mit denen er schon seit rund zehn Jahren zusammenspielt: Tenorsaxophonist Mark Turner, Bad-Plus-Pianist Ethan Iverson und Kontrabassist Ben Street.

Diesmal unternimmt das Ensemble mit selbst geschriebenen Kompositionen einen Ausflug in die Jazzhistorie und beschwört u.a. die Geister von Lennie Tristano, ("Lennie Groove"), Paul Bley ("Maraschino"), Charlie Parker ("Yard") und sogar Stevie Wonder ("Sonnet for Stevie") herauf, auf ganz eigene und sehr kreative Art. Selbst die einzige Fremdkomposition im Repertoire (Richard Rodgers und Oscar Hammersteins "Some Enchanted Evening") ist höchst originell gewählt: Es ist eine Nummer, die sich bei Pop-, Jazz-und sogar klassischen Sängern seit Ende der 1940er Jahre immenser Beliebtheit erfreut, von Jazzinstrumentalisten aber relativ selten aufgegriffen wird. Auch sie unterstreicht die Originalität dieses Quartetts, das mit seinen lebendigen und einfallsreichen Soli ebenso besticht wie mit seinem wunderbaren Zusammenspiel.