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05.11.2020

Jazz FM Awards 2020 - Preise für Norah Jones, Charles Lloyd und Philip Bailey

Nach diversen vergeblichen Anläufen konnten am 26. Oktober endlich die diesjährigen Jazz FM Awards vergeben werden. Die Aufzeichnung der virtuellen Veranstaltung gibt es jetzt bei YouTube.

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Eigentlich hätte das Event ja schon am 27. Mai stattfinden sollen. Doch dann warfen die Corona-Pandemie, Lockdowns und Reiseeinschränkungen die Planungen gleich mehrfach über den Haufen. Erst am 26. Oktober konnte die Verleihung der Jazz FM Awards 2020 im legendären Ronnie Scott’s in Soho/London dann endlich doch über die Bühne gehen. Allerdings immer noch nicht vor Live-Publikum, sondern lediglich virtuell. Dafür war das Aufgebot der Stars, die sich aus aller Welt zuschalteten, um entweder Preise "entgegenzunehmen" oder Laudatios zu halten, umso beeindruckender: die Ehre gaben sich neben den ausgezeichneten Musikern und Musikerinnen u.a. Jamie Cullum, Robert Glasper, Kandace Springs und Tom Misch sowie die jazzbegeisterten Schauspieler Hugh Laurie und Clarke Peters.

 

Als 'Internationaler Jazzkünstler des Jahres' wurde der 82-jährige US-amerikanische Saxofonist Charles Lloyd geehrt, der auf seinem jüngsten Album "8: Kindred Spirits (Live From The Lobero)" seine erstaunliche Frische unter Beweis gestellt hatte. Zum 'Soulkünstler des Jahres' kürte Jazz FM den Earth, Wind & Fire-Sänger Philip Bailey, der letztes Jahr mit seinem jazzigen Soloalbum "Love Will Find A Way" Platz 1 der Billboard-Jazzcharts stürmte. Der 'Lifetime Achievements Award' ging wiederum an den einzigartigen Herbie Hancock, der im April seinen 80. Geburtstag gefeiert hatte. Den 'Impact Award' sicherte sich Norah Jones, die erstmals 2002 mit ihrem Blue-Note-Debütalbum "Come Away With Me" großen Eindruck gemacht hatte und seitdem kontinuierlich die Welt mit ihrer Musik bezirzt. Zuletzt tat sie dies erst dieses Jahr mit ihrem neuen Wunderwerk "Pick Me Up Off the Floor", das kürzlich auch in einer luxuriösen digitalen Sonderedition mit zahlreichen Bonusaufnahmen erschien. Ausgezeichnet wurden natürlich auch junge britische Künstler und Künstlerinnen wie die Trompeterin Yazz Ahmed, die Saxofonisten Xhosa Cole und Binker Golding sowie der Schlagzeuger und Produzent Chiminyo.

 

Moderiert wurde die rund 70-minütige Veranstaltung auf sehr launige Weise von dem britischen Komiker Marcus Brigstocke. Die Videoaufzeichnung der kompletten Preisverleihung liegt seit ein paar Tagen auch bei YouTube vor.