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04.08.2017

Spaced-Out - Herbie Hancocks Kino-Kurzauftritt

Mit seinen elektrischen Alben der Siebziger zog es Herbie Hancock schon einige Male ins Weltall, jetzt hat er einen Gastauftritt im größten SF-Spektakel der letzten Jahre.

Auf Streife im Netz, Spaced-Out - Herbie Hancocks Kino-Kurzauftritt (c) Universum Film Herbie Hancock in Valerian

In Deutschland ist Pierre Christins und Jean-Claude Mézières' berühmter Science-Fiction-Comic unter dem Titel "Valerian und Veronique" bekannt und gehört zu den wenigen anspruchsvollen Strips, die es seit Jahrzehnten hierzulande sogar in den Buchhandel schafften. Einer der größten Fans der Serie war nach eigener Auskunft schon immer der französische Regisseur Luc Besson ("Das fünfte Element"), der den Stoff jetzt als bildgewaltiges Spektakel unter dem kürzeren Titel "Valerian" ins Kino gebracht hat.

Jazzfans wurden bereits im Vorfeld auf den Film aufmerksam, als Besson letztes Jahr überraschend auf Instagram vermeldete: "Herbie Hancock is a legend. His music was my only friend at 14. I learned so much listening this genius. I'm proud to have him for a role in Valerian". Wer jetzt allerdings erwartet, den legendären Pianisten in einer größeren Rolle zu sehen, der sollte seine Erwartungen etwas herunterschrauben, da Hancock nur einer von vielen Stars ist, die im Film in kurzen aber eindrücklichen Szenen auftauchen (wie auch u.a. Rutger Hauer, Ethan Hawke und Sängerin Rihanna).

Die US-Webseite THRILLIST beschreibt jetzt sehr unterhaltsam und detailliert, wie es dazu kam, dass der große Jazzer im bunten Comicfilm auftaucht, und dass das durchaus Sinn macht. Ohne dem französischen Filmkomponisten Alexandre Desplat zu nahe treten zu wollen: schade, dass Hancock - der ja bereits großartige Scores zu Filmen wie dem Thriller "Death Wish" und Bertrand Taverniers "Round Midnight" komponierte (und für letzteren einen Oscar gewann) - nicht auch die "Valerian"-Filmmusik schreiben durfte. Das wäre sicher ein futuristisches Meisterwerk geworden.