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18.03.2009

Chihiro Yamanaka - Abyss

Chihiro Yamanaka, Chihiro Yamanaka - Abyss Chihiro Yamanaka © EmArcy Chihiro Yamanaka © EmArcy

Obwohl Chihiro Yamanaka ihre professionelle Laufbahn erst vor ein paar Jahren begann, zählt sie heute schon zu den führenden und virtuosesten japanischen Jazzpianistinnen. Nach drei erfolgreichen Alben und einer DVD für das japanische Label Atelier Sawano unterschrieb Yamanaka 2005 einen Schallplattenvertrag bei Universal Music und brachte dort 2005 zunächst das Album "Outside By The Swing" heraus. Noch im selben Jahr wurde sie im japanischen Swing Journal zum besten Newcomer des Jahres gekürt. Nachdem ihr zweites Universal-Album "Lach doch mal" Ende 2007 auch in Europa veröffentlicht wurde und die Pianistin das Publikum auf einer anschließenden Tournee zu Begeisterungsstürmen hinriß, erscheint hier nun auch das 2007 aufgenommene Album "Abyss".

Eingespielt hat es die flinkfingrige Pianistin mit Bassist Vicente Archer und Schlagzeuger Kendrick Scott. Das Repertoire überrascht wieder einmal durch stilistische Bandbreite: es reicht diesmal von Keith Jarretts 70er-Jahre-Klassiker "Lucky Southern" über John Coltranes "Giant Steps" und Louis Primas Swing-Evergreen "Sing Sing Sing" bis zu abwechslungsreichen Eigenkompositionen. In Japan wurde das Album vom Swing Journal gleich zweimal ausgezeichnet: einmal mit dem Jazz Disc Award 2007 (Japan Jazz Award) und dann noch im Readers' Poll als Album des Jahres 2007.

Seit Chihiro Yamanaka ihr Musikstudium am Berklee College of Music im Jahr 2000 mit Auszeichnung abschloß, hat sie immer mehr internationales Renommee gewonnen. Yamanaka spielt seit ihrem vierten Lebenjahr Klavier und errang mit zwölf Jahren ihren ersten großen Preis bei einem Talentwettbewerb im japanischen Gunma. Bevor sie in die USA ging, um am Berklee College den Schliff einer Jazzmusikerin zu erhalten, hatte sie an der weltweit angesehenen Royal Academy of Music in London studiert. Noch während ihrer Studienzeit in Boston gewann Chihiro Yamanaka zwei Auszeichnungen, die ihr die Tore zur amerikanischen Jazzszene öffneten: vom amerikanische Jazzmagazin Down Beat erhielt sie erst einen "Outstanding Performance Award" und ging danach siegreich aus dem von der International Association for Jazz Education organisierten "Sisters In Jazz"-Wettbewerb hervor.

Erst nach Abschluß des Studiums begann dann aber die "wirkliche Jazzschulung" im Zusammenspiel mit Größen wie Clark Terry, Gary Burton, George Russell, Curtis Fuller, Ed Thigpen, Nancy Wilson, George Benson und Herbie Hancock. Inzwischen trat Chihiro Yamanaka schon in ehrwürdigen Konzertsälen wie der New Yorker Carnegie Hall, dem Washingtoner Kennedy Center und der Wiener Staatsoper auf und gastierte u.a. beim JVC Jazz Festival in New York, dem Lionel Hampton Jazz Festival in Idaho, dem Tokyo Jazz Festival und dem Umbria Jazz Festival.

Ihr Debütalbum "Living Without Friday", das sich gleich hervorragend verkaufte, brachte sie 2001 bei dem auf Jazzpianisten spezialisierten japanischen Label Atelier Sawano heraus. Zu hören war sie darauf mit dem Bassisten Ray Parker und der jungen Schlagzeugerin LaFrae Olivia Sci. Ihr zweites Album "When October Goes" nahm sie 2002 - ebenfalls für Atelier Sawano - mit Larry Grenadier und Jeff Ballard auf, die sie 2005 auch wieder auf "Lach doch mal" begleiteten. "When October Goes" eroberte auf Anhieb den ersten Platz der japanischen Jazzcharts. Mit Bassist Ben Street und Schlagzeuger Ben Perowsky nahm sie 2003 ein begeisterndes Konzert für die DVD "Leaning Forward" auf, der die eifrige Pianistin schon ein Jahr später ihre dritte CD "Madrigal" folgen ließ - wiederum eingespielt mit Larry Grenadier und Jeff Ballard sowie Rodney Green. Für ihr 2005 veröffentlichtes erstes Verve-Album "Outside By The Swing" wechselte Chihiro Yamanaka dann erneut die Besetzung: am Bass begleitete sie diesmal Bob Hurst und auf dem Schlagzeug Jeff "Tain" Watts. Sowohl "Madrigal" als auch "Outside By The Swing" wurden in Japan mit dem HMV Award für das beste Jazzalbum des Jahres ausgezeichnet. Auf "Lach doch mal" gesellte sich zu dne Trio-Partnern Larry Grenadier und Jeff Ballard bei drei Stücken als Gast auch noch der Gitarrist und Banjospieler John Carlini, der von Haus aus eigentlich Bluegrass-Musiker ist.

Mit dem aus Houston/Texas stammenden Schlagzeuger Kendrick Scott und Bassist Vicente Archer fand Chihiro Yamanaka für "Abyss" einmal mehr kongeniale Partner. Seit er 2003 seinen Abschluß am Berklee College of Music gemacht hat, spielte Kendrick Scott im Studio oder auf der Bühne schon mit den Crusaders, Pat Metheny, Joe Lovano, Kenny Garrett, Dianne Reeves, Terence Blanchard und Kirk Lightsey. 2006 veröffentlichte er sein Solodebütalbum "The Source". Vincente Archer begann seine Laufbahn als Gitarrist und sattelte erst während seines Studiums an der Northeastern University in Boston auf den Bass um. Zusammengearbeitet hat er u.a. schon mit Kenny Garrett, Terence Blanchard, Tom Harrell, Freddie Hubbard, Marlena Shaw, Deborah Cox, Jacques Schwarz-Bart, Nicholas Payton, Louis Hayes, Curtis Fuller, Mark Whitfield, Roy Haynes, Geri Allen, Stanley Jordan, Karrin Allyson, Wycliffe Gordon, Stefon Harris, Janis Siegel, Lewis Nash, Carl Allen und dem von Wynton Marsalis geleiteten Lincoln Center Jazz Orchestra.