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23.11.2012

Frühreifes Jazztalent Austin Peralta mit nur 22 Jahren verstorben

Frühreifes Jazztalent Austin Peralta mit nur 22 Jahren verstorben © Ben Olsen / www.austinperalta.com Austin Peralta

Am 19. August erlag die erst 29-jährige Jazzpianistin Shimrit Shoshan in New York einem Herzinfarkt. Und jetzt hat die Jazzwelt den Verlust eines weiteren jungen Großtalents zu beklagen: Wie gestern bekannt wurde, verstarb am 21. November der US-amerikanische Pianist Austin Peralta mit gerade einmal 22 Jahren.

Peralta stand noch ziemlich am Anfang einer brillanten Karriere. Begonnen hatte er diese 2006 als 16-jähriger mit den beiden Alben “Maiden Voyage” und “Mantra”, auf denen ihn gleich Cracks wie die Bassisten Ron Carter und Buster Williams, Vibraphonist Steve Nelson, Saxophonist Marcus Strickland und Drummer Billy Kilson begleiteten. 2011 nahm er für das Indie-Label Brainfeeder “Endless Planets” auf, sein erstes Album mit ausschließlich eigenen Kompositionen. Peralta war ein Schüler von Pianist Alan Pasqua und Saxophonist Buddy Collette gewesen und hatte als 13-Jähriger den Shelly Manne New Talent Award der Los Angeles Jazz Society gewonnen. In seiner kurzen Laufbahn arbeitete er auf der Bühne mit Schwergewichten wie Chick Corea, Hank Jones, Sadao Watanabe, John Patitucci, Omar Hakim, Hiromi Uehara, Erykah Badu und zuletzt Gitarrist Allan Holdsworth zusammen. Kostproben seines Könnens gab der Keyboarder auch in gänzlich anderen musikalischen Kontexten: etwa auf Tim Ries’ “Stones World: The Rolling Stones Project, Vol. 2”, dem Album “In Motion #1” des Cinematic Orchestra, Shafiq Husayns “Shafiq En’ A-Free-Ka”, “Until The Quiet Comes” von Flying Lotus und seinem eigenen Projekt “Views Of Saturn Vol.2”, für das er Sun Ras “Space Loneliness #2” neu interpretierte und elektronisch bearbeitete. Austin Peralta war der Sohn des legendären Skaters und Regisseurs Stacy Peralta. Über die Todesursache ist nichts bekannt.

Viel zu jung trat im August auch Shimrit Shoshan von der Bühne des Lebens ab. Die aus Israel stammende Pianistin, die in Givatayim (bei Tel Aviv) am selben Konservatorium wie die Cohen-Geschwister (Klarinettistin Anat, Trompeter Avishai und Saxophonist Yuval) studiert hatte, war 2000 nach New York gekommen, um Unterricht bei Kenny Barron, Reggie Workman und Charles Tolliver zu nehmen. 2009 war sie Finalistin des Thelonious Monk Institute Ensemble Competition und des Mary Lou Williams Women in Jazz Competition gewesen. Ihr 2011 erschienenes Debütalbum “Keep It Movin’” (feat. Eric McPherson, Abraham Burton, John Hébert und Luques Curtis) war von der Kritik einhellig gefeiert worden. Es sollte tragischerweise ihr einziges Soloalbum bleiben. Hören kann man sie aber auch auf dem Album “Continuum” von Schlagzeuger Eric McPherson und der Compilation “Brownswood: Bubblers Eight”.