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Aus den Jazz-Charts:

Rezension

  • 05.12.2007
    Jimmy Smith | Jimmy Smith Jimmy Smith 05.12.2007 | Jazziges für den zweiten Advent
    Jimmy Smith, Jazziges für den zweiten Advent

    Daß Weihnachtsplatten zugleich jazzig und ausgesprochen groovig sein können, belegen die beiden Alben, die JazzEcho diese Woche vorstellt: Jimmy Smiths "Christmas '64" und Vince Guaraldis "A Charlie Brown Christmas".

    Jimmy Smiths ebenso souliges wie jazziges Weihnachtsalbum "Christmas '64" ist ein wahrer Klassiker dieses Genres, der Jazzhörer auch über vierzig Jahr nach seiner ursprünglichen Veröffentlichung noch restlos begeistern kann. Im Jahr vor der Aufnahme dieser Weihnachts-Evergreens hatte Jimmy Smith den Labelwechsel von Blue Note zu Verve vollzogen, wo er mit tatkräftiger Hilfe des Produzenten Creed Taylor den Zenit seiner Popularität erklimmen sollte. Allein 1964 nahm er für Verve vier Alben auf, die allesamt zu Bestsellern wurden und sich in den obersten Regionen der Pop- und Black Music-Charts von Billboard plazieren konnten: "Who's Afraid Of Virginia Woolf?", "The Cat", "Monster" und eben "Christmas '64".
     
    "Christmas '64" gelangte damals auf Platz 8 der Popcharts und zwei Jahre später - unter dem Titel "Christmas Cookin'" und mit zwei Wes Montgomery featurenden Bonus-Tracks versehen - noch einmal auf Platz 75. Diese CD-Version entspricht der Originalausgabe des Albums "Christmas '64" und enthält acht Tracks, die überwiegend mit einer Big-Band aufgenommen wurden, für die Billy Byers und Al Cohn die Arrangements schrieben. Zu den Highlights gehören Smiths Interpretationen von "Jingle Bells" und "Santa Claus Is Coming To Town" sowie die beiden Versionen von "God Rest Ye, Merry Gentlemen".
     
    Er hat die Diva Nina Simone begleitet, mit Jazzgrößen wie Stan Getz, Woody Herman, Frank Rosolino und Conte Candoli gespielt und mit Latin-Stars wie Cal Tjader und Mongo Santamaria zusammengearbeitet. Und trotzdem ist der 1976 verstorbene Pianist Vince Guaraldi vielen Musikfreunden eigentlich nur aufgrund seiner "Zusammenarbeit" mit einer Zeichentrickfilm-Rasselbande bekannt. Als 1963 über die von Charles M. Schultz kreierte Comic-Strip-Serie "The Peanuts" eine Dokumentation mit dem Titel "A Boy Named Charlie Brown" gefertigt wurde, erhielt der Pianist und Komponist Vince Guaraldi den Auftrag, die Musik dazu zu schreiben und einzuspielen. Die Dokumentation wurde nie im Fernsehen gezeigt, aber Vince Guaraldi veröffentlichte ein Jahr später bei Fantasy Records ein Album mit seinen "Jazz Impressions Of 'A Boy Named Charlie Brown'".
     
    Ausgestrahlt wurde im Fernsehen dann aber 1965 ein Weihnachtsspecial der Peatnuts, der im Sturm die Herzen von Alt und Jung eroberte - und so wie das Fernsehpublikum die Charaktere von Charles M. Schultz ins Herz schloß, so tat es dies auch mit der wunderbar leicht eingängigen und doch irgendwie raffinierten Musik von Vince Guaraldi, die parallel auf dem Soundtrack-Album "A Charlie Brown Christmas" (deutscher Filmtitel: "Fröhliche Weihnachten") veröffentlicht wurde. In der Online-Filmdatenbank heißt es: "Der erste Peanuts-Zeichentrickfilm 'Fröhliche Weihnachten' ist nicht vorstellbar ohne die Musik von Vince Guaraldi, dem Jazzpianisten, der zuvor schon einige Reputation genoß, aber durch seine Kompositionen für sämtliche Peanuts-Specials bis zu seinem frühen Tod 1976 in den USA zur Berühmtheit wurde."
     
    Seitdem sind nun schon über vierzig Jahre verstrichen, doch die Magie und ansteckende Fröhlichkeit dieser Musik ist nach wie vor ungebrochen. Eingespielt hat Guaraldi die Weihnachtsklassiker und Eigenkompositionen mit zwei Trios: mal ist der Pianist hier mit Bassist Monty Budwig und Schlagzeuger Colin Bailey zu hören, dann wieder mit Bassist Fred Marshall und Drummer Jerry Granelli. Ein schöneres Weihnachtsalbum, das vor allem Kinder genauso sehr begeistert wie Erwachsene, wird man auch dieses Jahr wohl kaum finden können. Und voraussichtlich genauso wenig in den kommenden vierzig Jahren.

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Termine

Veranstaltungs- und Medien- termine 12. März 2010:

Live

  • Solveig Slettahjell, Solveig Slettahjell, Solveig Slettahjell & Slow Motion Orchestra
    12.03.201012.03.,
    Stuttgart - BIX Jazzclub
  • Jose James, Jose James, José James 2010
    12.03.201012.03.,
    München - Ampere
  • Mathias Eick, Mathias Eick, Mathias Eick 2010
    12.03.201012.03.,
    Essen - Zeche Carl
  • Ketil Bjørnstad, Ketil Bjørnstad, live 2010
    12.03.201012.03.,
    Göppingen - Odeon

TV

  • 22:05 Uhr:
    12.03.2010:
    Bobby McFerrin Bobby McFerrin Chick Corea & Bobby McFerrin zum 60. Geburtstag von Bobby McFerrin am 11.3.,

    Chick Corea & Bobby McFerrin zum 60. Geburtstag von Bobby McFerrin am 11.3.

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    Classica auf SKY 22:05
  • 12:30 Uhr:
    12.03.2010:
    Ryuichi Sakamoto Ryuichi Sakamoto Gero von Boehm begegnet Ryuichi Sakamoto,

    Gero von Boehm begegnet Ryuichi Sakamoto

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    ZDF Theaterkanal 12:30

Radio

  • 23:35 Uhr:
    12.03.2010:
    Bebel Gilberto Bebel Gilberto Playground: Bebel Gilberto - Die junge Brasilianerin mit ihrem verführerischen neuen Album "All In One",

    Playground: Bebel Gilberto - Die junge Brasilianerin mit ihrem verführerischen neuen Album "All In One"

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    RBB Kulturradio 23:35
  • 22:05 Uhr:
    12.03.2010:
    Bojan Z. Bojan Z. JazzFacts: Xenophonia - Ein Porträt des Pianisten Bojan Zulfikarpasic,

    JazzFacts: Xenophonia - Ein Porträt des Pianisten Bojan Zulfikarpasic

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    Deutschlandfunk 22:05
  • 22:05 Uhr:
    12.03.2010:
    Elvis Costello Elvis Costello Jazz Special: Wahlverwandtschaften des Jazz - "Almost Blue" - Die Jazzwelt des britischen Musikexzentrikers Elvis Costello,

    Jazz Special: Wahlverwandtschaften des Jazz  - "Almost Blue" - Die Jazzwelt des britischen Musikexzentrikers Elvis Costello

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    NDR 4 22:05
  • 19:35 Uhr:
    12.03.2010:
    Al Jarreau Al Jarreau Jazz Lounge: Al Jarreau,

    Jazz Lounge: Al Jarreau

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    MDR Figaro 19:35
  • 19:30 Uhr:
    12.03.2010:
    Al Jarreau Al Jarreau The Voice: Al Jarreau,

    The Voice: Al Jarreau

    ,
    RBB Kulturradio 19:30

Kalendarium

Das geschah am 12. März:

Kalendarium

1940 *

Al Jarreau wurde in Milwaukee geboren. (Gesang)

1903 *

Brad Gowans wurde geboren. (Posaune, Klarinette, Arrangement)

1955 †

Charlie Parker starb in New York. (Altsaxofon)

1903 *

Earl 'Fatha' Hines wurde in Duquesne geboren. (Klavier )

1935 *

Hugh Lawson wurde geboren.

1903 *

Izzy Friedman wurde geboren. (Klarinette)

1903 *

Matty Malneck wurde geboren. (Violine, Songwriter)

1903 *

Ray Noble wurde in Brighton geboren. (Komposition, Bandleader, Songwriter)

1918 *

Sir Charles Thompson wurde in Albany geboren. (Klavier, Orgel)

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