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18.06.2020
Thomas Dutronc

Frenchy - Thomas Dutroncs bislang charmantestes Album

Mit "Frenchy" ist Sänger und Gitarrist Thomas Dutronc eine swingende Hommage an das reiche Erbe der französischen Musik gelungen.

Thomas Dutronc, Frenchy - Thomas Dutroncs bislang charmantestes Album Thomas Dutronc - Frenchy

Es heißt der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Ein schöner Beweis dafür ist "Frenchy", das neue Album des Sängers und Swing-Gitarristen Thomas Dutronc. Denn die Musik wurde ihm von seinen Eltern - den beiden französischen Pop-Legenden Françoise Hardy und Jacques Dutronc - quasi in die Wiege gelegt. Mit "Frenchy" ist Dutronc nun selbst ein veritabler Geniestreich geglückt. Das Album ist eine einzigartige Hommage an das reiche Erbe der französischen Musik.

 

Gleich im ersten Stück, einer lässig groovenden und entspannt swingenden Version von "C’est si bon", lässt Thomas seinen eigenen sanften Gesang mit der leicht knarzigen Stimme der Punk-Ikone Iggy Pop und Diana Kralls ultracooler Eleganz wirkungsvoll aufeinanderprallen. Der in Französisch und Englisch vorgetragene Evergreen gibt die Stimmung für ein Album vor, auf dem an jeder Ecke eine neue Überraschung auf das Publikum lauert.

 

Die Klassiker, die auf "Frenchy" zum Besten gegeben werden (neben "C’est si bon" unter anderem auch noch "La vie en rose", "Les feuilles mortes", "La mer" und "La belle vie"), dürfte nicht nur jeder Jazzfan kennen. Entweder im französischen Original oder in den englischsprachigen Versionen von Weltstars wie Frank Sinatra, Louis Armstrong, Tony Bennett, Nat King Cole, Dean Martin und Nina Simone. Neben Nummern von den Paten des französischen Chanson (Charles Trénet, Stéphane Grappelli und Sidney Bechet) interpretiert Dutronc auch Stücke von der Galionsfigur des Gypsy-Swing (Django Reinhardt), den Charts-Lieblingen der 1960er Jahre (Sacha Distel, Jacques Brel, Claude François und Francis Lai) und sogar Helden der jüngeren Electro- und Clubszene (Air und Daft Punk).

 

Dutronc gelingt es, den bestens bekannten Songs neues Leben einzuhauchen und einen modernen Touch zu geben. Mit seiner exzellenten Band (bestehend aus Gitarrist Rocky Gresset, Pianist Eric Legnini, Bassist Thomas Bramerie und Schlagzeuger Denis Benarrosh) lässt er sie abwechselnd loungig, cool, retro oder funky klingen. Dabei swingen sie stets auf charmante Weise.

 

Für schillernde Glanzlichter sorgen neben Iggy Pop und Diana Krall Gäste wie Billy Gibbons von ZZ Top, Haley Reinhart, Stacey Kent, die südkoreanische Jazzsängerin Youn Sun Nah, Michel Portal und der Akkordeonist Marc Berthoumieux und Gitarrist Jérôme Ciosi. Mit seinem Gesangsgast Jeff Goldblum hat Dutronc gerade ein angemessen skurriles Video aufgenommen. C’est la vie!