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24.03.2020
Jacob Collier

Jazz FM Awards 2020 - Hoffnung trotz dunkler Wolken

Am 27. Mai sollen in London die Jazz FM Awards verliehen werden. Für Preise nominiert sind u.a. Jacob Collier, Charles Lloyd und Philip Bailey.

Jacob Collier, Jazz FM Awards 2020 - Hoffnung trotz dunkler Wolken Jazz FM Awards 2020

In Zeiten, in denen der Begriff "positiv" für viele leider eine negative Konnotation hat, ist es sicher nicht einfach, sich seinen Optimismus zu bewahren. Die Verantwortlichen für die Verleihung der Jazz FM Awards tun es dennoch. Stattfinden soll die Zeremonie am 27. Mai in der Shoreditch Town Hall in London. Und während wegen der grassierenden Covid-19-Pandemie in der ganzen Welt zahlreiche Festivals, Konzerte und sonstige öffentliche Veranstaltungen vorsorglich abgesagt oder auf die lange Bank geschoben werden, glauben die Briten, dass sich die dunklen Wolken, die über der gesamten Musikbranche (und nicht nur der) dräuen, bis dahin aufgelöst haben werden. Wir drücken fest die Daumen, dass sie recht behalten.

Bekanntgegeben wurden letzte Woche auf jeden Fall schon einmal die Namen derer, die dieses Jahr für Preise nominiert sind. Unter ihnen befindet sich der am 15. März 82 Jahre alt gewordene Tenorsaxophonist Charles Lloyd, der mit "8: Kindred Spirits - Live At The Lobero" gerade erst ein neues Meisterwerk vorgelegt hat. Er konkurriert mit Branford Marsalis und der kanadischen Pianistin Kris Davis um den Titel "International Jazz Act of the Year".

Wie Lloyd ist der Earth Wind & Fire-Sänger und Perkussionist Philip Bailey eine echte Musiklegende. Der Soul- und Rhythm'n'Blues-Star zeigte sich letztes Jahr auf seinem Verve-Debüt "Love Will Find A Way" von seiner bislang jazzigsten Seite, ist aber mit Anderson.Paak und Celeste im Rennen für die Auszeichnung "Soul Act of the Year" nominiert.

Noch ziemlich am Anfang einer mit Sicherheit langen Karriere steht dagegen der 25-jährige Jacob Collier, der beste Aussichten hat, den "Digital Award" zu ergattern. Der virtuose Sänger, Multiinstrumentalist, Komponist und Arrangeur, der zur Zeit den dritten Teil seines vielgepriesenen "Djesse"-Projekts fertigstellt, erhielt Anfang des Jahres schon zum zweiten Mal zwei Grammys.

Eine Online-Abstimmung, durch die Preisträger in den Kategorien "Jazz Act of the Year", "Album of the Year" und "Venue of the Year" ermittelt werden, ist bereits in Gange und läuft noch bis zum 15. April.