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30.08.2019
JazzEcho-Plattenteller

Vitales Vinyl, Teil 5 - vier Jazzklassiker von Impulse! auf LP

Wer Jazzklassiker auf LP schätzt, möchte sie sicher genau so hören, wie sie einmal gedacht waren. Die Serie "Vital Vinyl" setzt daher in allen Aspekten auf Originaltreue.

JazzEcho-Plattenteller, Vitales Vinyl, Teil 5 - vier Jazzklassiker von Impulse! auf LP Vital Vinyl Impulse!

Warum die "Vital Vinyl"-Serie in puncto Klang und Design auf Originaltreue setzt, haben wir bereits bei der ersten Vorstellung dieser Reihe beschrieben. Sie wird jetzt mit vier weiteren Klassikern von Impulse! fortgesetzt.

Charles Mingus - Mingus Mingus Mingus Mingus Mingus (1963)

Auf seinem zweiten Impulse!-Album widmete sich der Bassist der Überarbeitung einiger älterer Werke. Die Aufnahme war symptomatisch für die zerrissene Persönlichkeit von Mingus, der sich mal von seiner lyrisch-introvertierten Seite zeigt und dann wieder seine rebellische und hitzköpfige Natur nach außen kehrt. Das Programm enthält einige von Mingus' bekanntesten Kompositionen: etwa den furiosen Opener "II B.S." (der später den Titel "Haitian Fight Song" erhielt), "Celia", "Better Get Hit In Yo' Soul" und "Theme For Lester Young" (besser bekannt als "Goodbye Pork Pie Hat"). Die einzige Fremdkomposition ist Duke Ellingtons "Mood Indigo", die von Mingus und seinem Arrangeur Bob Hammer meisterhaft bearbeitet wurde.

Sonny Rollins - On Impulse! (1965)

"Sonny Rollins On Impulse!" war das erste von drei Studioalben, die der Tenorsaxophonist mit den kolossalen Lungen 1965/66 binnen zehn Monaten für Bob Thiele aufnahm. Gemeinsam mit Pianist Ray Bryant, Bassist Walter Booker und Schlagzeuger Mickey Roker bietet Rollins hier eigenwillige Interpretationen von vier Standards ("On Green Dolphin Street", "Everything Happens To Me", "Blue Room" und "Three Little Words"), die exemplarisch für sein formidables Rhythmusgefühl, seinen intelligenten Humor und sein musikalisches Genie sind. Höhepunkt ist aber fraglos der in halsbrecherischem Tempo vorgetragene Calypso "Hold 'Em Joe", der 1957 durch Harry Belafonte bekannt geworden war.

Archie Shepp - Fire Music (1962)

Nachdem die gelungene Coltrane-Hommage "Four For Coltrane" dem Avantgardisten Archie Shepp die Türen bei Impulse! Records geöffnet hatte, legte er mit "Fire Music" ein Album nach, auf dem er größere Bandbreite zeigte. Neben drei Eigenkompositionen - darunter das dem kurz zuvor ermordeten Malcolm X gewidmete "Malcolm, Malcolm, Semper Malcolm" und die Luis-Buñuel-Hommage "Los Olvidados" - interpretierte Shepp auch einen Bossa-Hit (Jobims "The Girl From Ipanema") und einen Jazzstandard (Ellingtons "Prelude To A Kiss"). "Fire Music" belegt eindrucksvoll, dass avantgardistische Musik keineswegs intellektuell abgehoben klingen muss, sondern neben dem Kopf auch genauso Bauch und Herz ansprechen kann.

McCoy Tyner – Inception (1962)

Seine Aufgabe im legendären Quartett von John Coltrane sei es gewesen, diesem "Klangfülle, Dichte und Volltönigkeit" zu geben, sagte der Pianist McCoy Tyner einmal rückblickend. Umso mehr überraschte er auf seinem Debütalbum "Inception" mit luftig-lyrischem Spiel. Entstanden war es im Januar 1962 mit zwei weiteren Musikern aus John Coltranes Dunstkreis: Bassist Art Davis und Schlagzeuger Elvin Jones. In seinen Linernotes zum Album zitiert Nat Henthoff Coltrane, der wie ein stolzer Vater die rühmlichen Eigenschaften seines Pianisten aufzählt: "Melodischer Einfallsreichtum... Klarheit seiner Einfälle... persönlicher Klang... gut entwickelter Formsinn... und außerdem hat McCoy Geschmack. Egal was er aufgreift, und wenn es noch so schräg ist, er lässt es schön klingen."