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21.02.2019
JazzEcho-Plattenteller

Vitales Vinyl - Verve setzt auf Originaltreue

Wer Jazz-Klassiker auf LP schätzt, möchte sie sicher genau so hören, wie sie einmal gedacht waren. Die LP-Serie "Verve Vital Vinyl" setzt daher in allen Aspekten auf Treue zum Original.

JazzEcho-Plattenteller, Vitales Vinyl - Verve setzt auf Originaltreue Verve Vital Vinyl

Eine Auswertung der US-amerikanischen Vinyl-Charts hat ergeben, dass 2017 sieben der Alben, die am Jahresende in den Top 10 standen, Wiederveröffentlichungen waren. In Großbritannien bevölkerten im selben Zeitraum vierzehn Reissues die Top 20 der Vinyl-Charts. Alte Meisterwerke, so scheint es, stehen gerade bei Vinyl-Fans hoch im Kurs. Wenn Sie dieser einst scheinbar vom Aussterben bedrohten Spezies angehören und noch dazu ein Ohr für Jazz haben, dann ist die neue Serie "Verve Vital Vinyl" für Sie gedacht.

 

Zahlreiche in den Sechziger Jahren veröffentlichte Alben sind allerdings inzwischen nicht mehr vom Copyright geschützt und werden von diversen Labels in unterschiedlichsten Ausgaben herausgebracht. Viele davon ändern das schöne Coverdesign oder, schlimmer noch, schlampen bei Überspielung, Mastering oder Fertigung. "Verve Vital Vinyl" setzt da ein Gegenzeichen mit Überspielungen von den wertvollen Originalbändern, mit liebevollem Remastering und komplett originalgetreuer Wiedergabe der damaligen LP-Hüllen. Man sollte also zukünftig auf das "Vital Vinyl"-Logo achten!

 

In der in hochwertigem 180-Gramm-Vinyl gepressten Reihe werden ausschließlich absolute Größen des Jazz vertreten sein. Von Vokalkünstlern wie Ella Fitzgerald, Billie Holiday und Louis Armstrong über die Bossa-Nova-Revolutionäre Stan Getz, Charlie Byrd und Antônio Carlos Jobim bis hin zu Instrumentalsolisten wie Charlie Parker, Bill Evans, Dizzy Gillespie, Coleman Hawkins, Jimmy Smith, Lester Young, Oscar Peterson, Ben Webster, Wes Montgomery und Gerry Mulligan. Angeboten zu einem attraktiven Preis, dürften diese Vinyl-Klassiker, die wir hier nach und nach vorstellen werden, für eingefleischte Jazz-Aficionados und traditionsbewusste Jazz-Novizen gleichermaßen reizvoll sein. Den Anfang machen drei Saxophon-Klassiker.

 

Stan Getz & Bill Evans

 

Stan Getz und Bill Evans gehörten zweifellos zu den größten lyrischen Improvisationskünstlern, die der Jazz hervorgebracht hat. Als die beiden 1964 zum ersten und einzigen Mal zusammen ins Studio gingen, war die allgemeine Erwartung ein unter die Haut gehendes Balladen-Album. Es kam anders: angefeuert von einer All-Star-Rhythmusgruppe mit den alternierenden Bassisten Ron Carter und Richard Davis sowie dem explosiven Coltrane-Schlagzeuger Elvin Jones spielten Getz und Evans bis auf zwei Ausnahmen ("But Beautiful" und "Melinda") ein ausgesprochen beschwingtes Repertoire.

Stan Getz & Charlie Byrd - Jazz Samba

 

Eigentlich hatte das US-Außenministerium Charlie Byrd 1961 nach Brasilien geschickt, um dort Werbung für den Jazz und amerikanische Kultur zu betreiben. Doch dann infizierte der Gitarrist sich dort mit dem Bossa-Nova-Virus, verschleppte ihn in die USA und steckte gleich nach seiner Rückkunft den Tenorsaxophonisten Stan Getz mit ihm an. Gemeinsam schufen die beiden 1962 mit "Jazz Samba" das erste richtige Bossa-Nova-Album US-amerikanischer Jazzmusiker. Gefüllt mit angehenden Klassikern von A.C. Jobim, Baden Powell und Ary Barroso, eroberte "Jazz Samba" die Spitze der Pop-Charts und brachte die Hit-Singles "Desafinado" und "Samba de uma nota só" hervor.

Coleman Hawkins Encounters Ben Webster

 

1957 trafen sich in Hollywood zwei Tenorsaxophonisten der Extraklasse zu gemeinsamen Aufnahmen: Coleman Hawkins und Ben Webster. Die beiden stilprägenden Musiker konnten zu diesem Zeitpunkt schon auf eine beispielhafte Karriere zurückblicken und ihre ganze, gereifte Souveränität im Zusammenspiel zum Ausdruck bringen. Statt sich zu einem kompetitiven Tenorsax-Battle hinreißen zu lassen, spielten sie ausgesprochen harmonisch miteinander. Zur Seite stand den beiden Giganten dabei das nicht minder brillante Oscar Peterson Quartet mit Gitarrist Herb Ellis, Bassist Ray Brown und Schlagzeuger Alvin Stoller.