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07.02.2019
Various Artists

3 Essential Albums - aller guten Dinge sind drei

Drei zum Preis von einer? Das klingt fast zu gut, um wahr zu sein. Doch genau das bietet die neue CD-Serie 3 ESSENTIAL ALBUMS.

Various Artists, 3 Essential Albums - aller guten Dinge sind drei 3 Essential Albums - John Scofield

Trotz des geradezu explodierenden digitalen Musikmarktes gibt es auch weiterhin Fans, die ihre Lieblingsklänge gern auf einem Tonträger in die heimische Sammlung einreihen. Schön, wenn es dabei auch preiswert möglich ist, eine ebenso fundierte wie abwechslungsreiche Jazz-Kollektion zusammenzutragen.

 

Wer glaubt, dass in der neuen CD-Serie 3 ESSENTIAL ALBUMS so etwas wie Ausschussware oder Jazz zweiter Klasse versammelt ist, irrt gewaltig. Denn bei den ausgesuchten Alben handelt es sich durchweg um Meilensteine und begehrte Raritäten von Jazzlegenden und zeitgenössischen Größen aus den Genres Bebop, Soul-Jazz, Hard-Bop, Jazz-Funk, Acid-Jazz, Fusion, Post-Bop oder Latin-Jazz. Sämtliche CDs wurden von den Originalbändern gemastert und stecken in attraktiv gestalteten, umweltfreundlichen Kartonhüllen (sogenannten Digipacks), auf denen man neben Abbildungen der Original-Cover auch die kompletten diskographischen Angaben findet.

 

Die Aufnahmen stammen von einigen der maßgeblichen und populärsten Jazzmusiker der zurückliegenden 60 Jahre. Die Serie wird in den kommenden Wochen nach und nach erweitert, wir werden Ihnen die einzelnen Folgen jeweils vorstellen. Den Anfang machen diese Woche John Scofield, Lee Morgan, Horace Silver, Grant Green, Sonny Clark, Sonny Rollins und Dizzy Gillespie.

 

John Scofield - Quiet / Works For Me / EnRoute

 

Seinem Ruf als stilistisches Chamäleon macht der Gitarrist auf diesen drei Alben alle Ehre. Sein Verve-Debüt "Quiet" zeigte ihn 1996 mit seinem Trio, einem Bläserensemble und Gastsolist Wayne Shorter von seiner kontemplativen und akustischen Seite. Auf "Works For Me" war er 2001 mit zeitgenössischem Post-Bop und Brad Mehldau, Kenny Garrett, Christian McBride und Billy Higgins zu hören. Für das Live-Trio-Album "EnRoute" tat er sich schließlich 2003 mit seinen alten Freunden Steve Swallow und Bill Stewart zusammen.

 

Lee Morgan - The Sidewinder / City Lights / Charisma

 

Der tragisch jung verstorbene Trompeter war eine der Schlüsselfiguren des Hard-Bop und Soul-Jazz. Mit "The Sidewinder" gelang ihm 1964 eines der bestverkauften Blue-Note-Alben aller Zeiten. Veröffentlicht wird es hier zusammen mit zwei weiteren Blue-Note-Klassikern: "City Lights", das der erst 19-jährige 1957 mit Miles Davis' damaliger Rhythmusgruppe (Paul Chambers und Art Taylor) eingespielt hatte, und "Charisma", eine Aufnahme von 1966 mit Jackie McLean, Cedar Walton und Billy Higgins.

 

Horace Silver - Song For My Father / Blowin' The Blues Away / 6 Pieces Of Silver

 

Ein weiterer Held des Hard-Bop und Soul-Jazz war der bahnbrechende Pianist, Komponist und Arrangeur Horace Silver. Er ist hier auf drei klassischen Blue-Note-Alben zu hören: dem berühmten "Song For My Father" von 1965, "Blowin' The Blues Away" von 1959 und "6 Pieces Of Silver" von 1957, wo ihm u.a. seine vormaligen Jazz-Messengers-Kollegen Donald Byrd, Hank Mobley und Doug Watkins zur Seite stehen.

 

Grant Green - Green Street / Am I Blue? / Live At Club Mozambique

 

Der Gitarrist, der mit seinen groovig-funkigen Aufnahmen in den 1990ern schon einmal  eine Renaissance erlebte, wurde in den letzten Jahren u.a von Kendrick Lamar, Mac Miller und Logic gesamplet. Warum er so en vogue ist, verraten einem atemberaubende Blue-Note-Alben wie "Green Street" von 1961, "Am I Blue" von 1964 mit Joe Henderson und "Big" John Patton und ein 1971er Konzertmitschnitt aus dem legendären Detroiter Club Mozambique mit Houston Person, Ronnie Foster und Idris Muhammad.

 

Sonny Clark - Cool Struttin' / Sonny Clark Trio / Leapin' And Lopin'

 

Nur wenige Pianisten verstanden es so wie Sonny Clark, in ihrem Spiel Understatement, Coolness und Groove zu vereinen. Der mit 31 Jahren verstorbene Hard-Bopper, zu dessen größten Fans Bill Evans gehörte, nahm in seiner kurzen Karriere nur ein Dutzend Soloalben auf. Drei der besten sind hier versammelt: "Cool Struttin'" (1958) mit dem jungen Jackie McLean am Altsax, "The Sonny Clark Trio" (1957) mit den Miles-Davis-Sidemen Paul Chambers und Philly Joe Jones sowie sein letztes Studioalbum "Leapin' And Lopin'" (1962), das u.a. Charlie Rouse, Ike Quebec und Billy Higgins featuret.

 

Sonny Rollins - And The Big Brass / Sonny Rollins On Impulse! / Alfie

 

Der Tenorsax-Koloss zeigt sich in dieser Zusammenstellung von sehr unterschiedlichen Seiten: auf "And Big Brass" von 1958 mit einer fetzigen Bigband, einem klavierlosen Trio und ganz solo, auf "Sonny Rollins On Impulse!" mit einem klassischen Bop-Quartett und Standards-Repertoire sowie auf "Alfie" schließlich mit der von Oliver Nelson arrangierten Filmmusik, die Rollins für den gleichnamige britische Michael-Caine-Film geschrieben hat.

 

Dizzy Gillespie - Afro / Gillespiana + Carnegie Hall Concert / Something Old, Something New

 

Der Trompeter zählte zu den Pionieren, die Jazz mit afro-kubanischer Musik verschmolzen. Seinem Faible für lateinamerikanische Stile frönte er auch auf den Alben dieser Kollektion: auf "Afro" (1954) arbeitete er mit dem brillanten kubanischen Arrangeur Chico O'Farrill und Trompeter Quincy Jones zusammen; "Gillespiana/Carnegie Hall Concert" (1960/61) kombiniert zwei Alben: eines mit einer von Lalo Schifrin komponierten Latin-Jazz-Suite und einen Konzertmitschnitt aus der Carnegie Hall; und auf "Something Old, Something New" (1963) präsentierte er sich mit einem boppigen Quintett um Kenny Barron und James Moody.