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13.09.2018
5 Original Albums

Jimmy Smith - König der Hammond-Orgel

Die preiswerte CD-Box "5 Original Albums, Vol. 2" enthält fünf frühe Meisterwerke, die Jimmy Smith in den 1950er Jahren zum "King of Hammond" machten.

5 Original Albums, Jimmy Smith - König der Hammond-Orgel 5 Original Albums - Jimmy Smith

Als Jimmy Smith 1956 bei Blue Note sein Album "The Champ" veröffentlichte, verblüffte er die ganze Jazzwelt mit seiner virtuosen Spielweise. Viele Kritiker dachten anfangs, dass es tatsächlich das Werk von nicht nur einem, sondern zwei Hammond-Organisten war oder im Overdub-Verfahren aufgenommen wurde. Jimmy selbst meinte damals lakonisch: "Ich weiß nicht, was ich tue, aber ich weiß, wie man es macht." Obwohl vor ihm auch schon Klavier-Größen wie Fats Waller und Count Basie gelegentlich in die Tasten einer Hammond-Orgel gehauen hatte, blieb es Jimmy Smith vorbehalten, das Instrument im Jazz zu etablieren.

 

Bevor er dies tat, hatte er sich als Pianist und Organist in Rhythm'n'Blues-Bands erste Sporen verdient. Dann hörte er 1954 Wild Bill Davis und beschloss, sich fortan ganz auf die Hammond zu konzentrieren. Wie Smith sich später erinnerte, warnte ihn Davis, dass er alleine fünf Jahre (manchmal trug er auch dicker auf und sprach von fünfzehn Jahren!) brauchen würde, nur um die Pedale zu beherrschen. Deshalb zog sich Smith über ein Jahr lang in ein altes Lagerhaus zurück, um das Instrument von Grund auf kennenzulernen, seine Klangmöglichkeiten zu erforschen und neue Spielweisen auszuprobieren. Als er sich dann endlich an die Öffentlichkeit wagte und erste Auftritte gab, begeisterte er den Blue-Note-Gründer Alfred Lion so sehr, dass dieser ihn vom Fleck weg unter Vertrag nahm. Innerhalb von acht Jahren sollte Smith für das Label rund 40 Aufnahmen einspielen, die bis heute gültige Maßstäbe für das Instrument setzten und ihn zum König der Hammond-Orgel machten. Diesen Titel führte er unangefochten bis zu seinem Tod im Jahr 2005.

 

Nachdem im März dieses Jahres bereits eine erste 5-CD-Box mit fünf Jimmy-Smith-Originalen aus den 1960er Jahren erschienen ist, folgt in der preiswerten Reihe "5 Original Albums" nun Volume 2 mit fünf Alben aus Smiths frühen und besonders produktiven Blue-Note-Jahren. Neben dem bereits erwähnten Meisterwerk "The Champ" enthält die Box zwei Live-Alben, die im selben Jahr im Club Baby Grand in Wilmington/Delaware aufgezeichnet wurden ("At Club Baby Grand, Vol. 1 & Vol. 2"). Zu hören ist der Maestro hier im gut geölten Trio mit Schlagzeuger Donald Bailey und Gitarrist Thornel Schwartz.

 

Zu seiner ausgelassenen "House Party" im Ballsaal des Manhattan Towers Hotel lud Smith 1958 hingegen ein All-Star-Ensemble mit u.a. Trompeter Lee Morgan, Posaunist Curtis Fuller, den Saxophonisten George Coleman, Lou Donaldson und Tina Brooks, Gitarrist Kenny Burrell und Drummer Art Blakey ein. Einem seiner großen Vorbilder zollte der Organist schließlich 1962 auf dem Album "Jimmy Smith Plays Fats Waller" wieder im gewohnten Trio-Format mit Bailey und Gitarrist Quentin Warren Tribut. 

Ausgestattet ist diese Box wie immer mit Original-Artwork, Stecktaschen-CDs und einem attraktiven Schuber.