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20.07.2018

Digitale Schatzkammer - The Three Sounds, die stillen Hit-Maker

Die Three Sounds waren eines der populärsten Klavier-Trios der 60er Jahre. Jetzt sind acht ihrer Blue-Note-Hitalben endlich im digitalen Format erhältlich.

The Three Sounds, Digitale Schatzkammer - The Three Sounds, die stillen Hit-Maker Digitale Schatzkammer - The Three Sounds

Wenn Jazzstars wie Robert Glasper oder Diana Krall ein neues Album veröffentlichen, pfeifen das die Spatzen natürlich von den Dächern. In der heutigen Flut der Neu- und Wiederveröffentlichungen gehen aber auch viele Aufnahmen weitgehend unter dem Radar der Musikliebhaber durch. Vor allem, wenn sie nicht auf Vinyl oder CDs, sondern im digitalen Format auf Streaming-Plattformen erscheinen. Genau auf solche versteckten Perlen, die oft erstmals digital verfügbar sind und deren Wiederentdeckung bei Spotify, Apple Music, Amazon Music und Co. lohnt, machen wir in der "Digitalen Schatzkammer" aufmerksam.

 

Unter den Klavier-Trios des Jazz ist es seit geraumer Zeit Mode geworden, sich nicht mehr schlicht nach dem Pianisten zu benennen, sondern sich kuriose Namen wie etwa The Bad Plus oder GoGo Penguin zuzulegen. Das klingt nicht nur hipper, sondern signalisiert auch gleich, dass man sich als Einheit von gleichberechtigten Musikern betrachtet. Doch ganz so neu wie dieser Trend scheint, ist er gar nicht. Denn einen Vorläufer hatten diese Trios bereits in den 1950er Jahren, als sich der Pianist Gene Harris mit dem Bassisten Andrew Simpkins und dem Schlagzeuger Bill Dowdy unter dem eingängigen Namen The Three Sounds zusammenschloss. "Das bemerkenswerte, swingende junge Trio", meinte damals der Jazzautor und Produzent Orrin Keepnews, "eint die Fähigkeit, ein modernes Konzept mit einem instinktiven Gefühl für erdige Jazzwurzeln zu verbinden."

 

Ihre populärsten Alben nahmen die Three Sounds zwischen 1958 und 1971 für Blue Note auf und verbanden stets eine melodische Spielweise mit elegantem Swing und hin und wieder überraschendem Groove. Kein eingängiger Standard aus Pop und Jazz war davor sicher, von den Drei veredelt zu werden. Einen ihrer Tracks sampleten 1989 sogar die Beastie Boys für ihr Album "Paul's Boutique". Viele der Three-Sounds-Alben, von denen manche sogar nur in Japan erschienen waren, wo das Trio besonders populär ist, sind heute nur schwer auf Vinyl oder CD zu finden. Darum ist es umso erfreulicher, dass nun auf einen Schlag acht ihrer Blue-Note-Hitalben endlich bei allen digitalen Plattformen verfügbar gemacht wurden.

 

Die wiederveröffentlichten Three-Sounds-Alben sind: 

Good Deal (1959)

Moods (1960)

Here We Come (1961)

Feelin' Good (1961)

It Just Got To Be (1963)

Hey There (1962)

Black Orchid (1962)

Vibrations (1966)