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15.09.2017
Lizz Wright

Lizz Wright - Charme und Sinnlichkeit des Südens

Lizz Wright, Lizz Wright - Charme und Sinnlichkeit des Südens Lizz Wright Grace

Auf ihrem neuen Album "Grace" besingt Lizz Wright in Stücken von u.a. Nina Simone, Ray Charles, Bob Dylan und Allen Toussaint die Lieblichkeit des US-amerikanischen Südens.

Heimat ist dort, wo man mit dem Herzen ist, heißt es. Das Herz der Sängerin und Songschreiberin Lizz Wright schlägt immer noch im sinnlich-entspannten Rhythmus des amerikanischen Südens. Auch wenn die aus einer Kleinstadt in Georgia stammende 37-Jährige längst einen ganz anderen Lebensmittelpunkt hat. Denn seit geraumer Zeit pendelt Lizz nun schon zwischen Chicago und ihrem"grünen" Haus in den Blue Ridge Mountains von North Carolina hin und her. Doch da sie ihr neues Album"Grace" als eine Ode an den Süden konzipierte, stattete sie ihrer Geburtstadt Hahira und Atlanta, wo sie an der Georgia State University Gesang studiert hatte, wieder einmal einen längeren Besuch ab, um den speziellen Charme dieser Region wieder in sich aufzusaugen."Ich wollte auf 'Grace' die Lieblichkeit des Südens einfangen, so wie ich sie erfahren habe", sagt sie. Es gibt nicht wenige, die behaupten, dass niemand diese Lieblichkeit des Südens so wunderbar verkörpert wie Lizz Wright. Und auf "Grace" tut sie das tatsächlich noch beeindruckender denn je zuvor.

Für das Projekt ließ sie sich von dem Songwriter und Produzenten Joe Henry rund 70 Vorschläge machen, aus denen nach und nach neun Stücke für das Album herausgefiltert wurden: Songs von Größen wie Ray Charles, Allen Toussaint, Nina Simone, Sister Rosetta Tharpe, k.d. lang, Bob Dylan, Frank Perkins und Mitchell Parish, aber auch von aufstrebenden Künstlern wie Rose Cousins und den Birds of Chicago. Die ausgewählten Stücke spiegeln Wrights ländlichen Background wider, aber auch ihre Entwicklung zum internationalen Jazzstar. Und sie enthüllen das Wurzelnetzwerk der Geschichten und Songs, das die vielfältigen Traditionen miteinander verbindet, die die Seele des US-amerikanischen Südens ausmachen. Bisher hatte Lizz Wright die Titelstücke für ihre Alben stets selbst komponiert. Doch diesmal machte sie eine Ausnahme, als sie Rose Cousins' wunderbaren Song"Grace" hörte, der ihr aus der Seele sprach. Komplettiert wird das Repertoire durch das Stück"All The Way Here", das Wright zusammen mit Maia Sharp selbst komponierte.

"Lizz und ich sind nun schon seit fast fünfzehn Jahren Freunde", sagt Joe Henry, der bereits 2004 einen seiner eigenen Songs zu ihrem zweiten Album"Dreaming Wide Awake" beigesteuert hatte."Ich habe sehnsüchtig auf die Chance gewartet, endlich mit ihr zusammenzuarbeiten. Denn sie verleiht ihrer Menschlichkeit auf so kraftvolle Weise Ausdruck. Es war und bleibt eine Ehre, für Lizz den Kundschafter auf der Reise von 'Grace' gespielt zu haben. In solch düsteren Zeiten sind wir als Musiker alle dazu aufgerufen, Brutalität mit wilder und umfassender Schönheit zu beantworten."

Aufgenommen wurde das Album in Los Angeles auch mit einer ganzen Reihe alter Freunde, die man teils schon von Wrights früheren Alben kennt. Da ist zunächst einmal der in Atlanta beheimatete Pianist und Chorleiter Kenny Banks Sr., mit dem Lizz schon seit zwanzig Jahren zusammenarbeitet, dann die Gitarristen Chris Bruce und Marvin Sewell, Keyboarder Patrick Warren, Bassist David Piltch und Schlagzeuger Jay Bellerose. Als Gast gibt sich außerdem Gitarrist Marc Ribot die Ehre.  Und in drei Stücken wird Wrights ausdrucksvolle Stimme noch durch einen von Banks geleiteten Kirchenchor aus Atlanta verstärkt.