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28.07.2017
Auf Streife im Netz

Polar Music Prize - "Musiknobelpreis" für Wayne Shorter und Sting

"Der Saxophonist wird dieses Jahr 80, aber seine Musik ist so frisch wie eh und je", schrieb die auflagenstarke Tageszeitung USA Today 2013 anlässlich von Wayne Shorter letztem rundem Geburtstag. Und seitdem hat sich daran auch nichts geändert. Nach wie vor gilt der Saxophonist als unermüdlicher Erneurer im Jazz. Jetzt wurde ihm dafür in Stockholm der Polar Music Prize verliehen, der oft auch als der "Nobelpreis für Musik" bezeichnet wird.

In der Begründung hieß es: "Für Wayne Shorter ist Musik ein Mittel, um mehr über alle Aspekte des Lebens und des Universums zu erfahren. Er selbst beschrieb seine Arbeit treffend als ‘das Bohren nach Weisheit’. Mit seinen Sopran- und Tenorsaxophonen ist er ein Entdecker. Im Laufe einer einzigartigen Karriere hat er konstant unbereiste Pfade aufgespürt. Wayne Shorter hat mit epochemachenden Gruppen wie Art Blakey’s Jazz Messengers, Miles Davis zweitem großartigen Quintett und Weather Report gearbeitet. Er spielte auf vielen wesentlichen Alben von Joni Mitchell mit. Als Solist macht er seit sechs Jahrzehnten Alben, und er hat eine Reihe der dauerhaftesten Kompositionen in der Geschichte des Jazz geschrieben. Ohne die musikalischen Erkundungen von Wayne Shorter wäre die moderne Musik nie in solche Tiefen vorgedrungen."

Neben Shorter wurde dieses Jahr außerdem der Popkünstler Sting geehrt, in dessen Band einige Jahre lang der Saxophonist Branford Marsalis spielte, der Shorter gerne als einen seiner Haupteinflüsse bezeichnet und wie dieser auch ein Alumni von Art Blakey’s Jazz Messengers ist. Bei der Verleihungszeremonie im Stockholmer Konserthuset trat u.a. Gregory Porter auf, der vor den Augen und Ohren des sichtlich bewegten und begeisterten Sting dessen bluesige Ballade "It’s Probably Me" interpretierte.