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14.10.2016
TaxiWars

Ansteckend fiebrig - TaxiWars’ punkiger "Hardcore-Jazz"

Es kommt nur alle Jubeljahre einmal vor, dass eine Band mit einem wirklich originellen neuen Konzept aufhorchen lässt. Ein solches Jubeljahr war 2015, als das belgische Quartett TaxiWars um den früheren dEUS-Sänger Tom Barman sein Debütalbum "TaxiWars" veröffentlichte. Einer der glühendsten Fans der Band ist seitdem kein Geringerer als der bekannte New Yorker Jazz-Publizist Ashley Kahn: "Ich kannte bereits dEUS, aber ich liebe TaxiWars. Sie kombinieren Songtexte, Poesie und Jazz mit der Intensität des Rock - das erinnert mich an New Yorks Antwort auf den Hip-Hop in den späten 80er Jahren. Sie kopieren das nicht, bedienen sich aber derselben Art von Energie. Sie sind großartig!"

Inzwischen haben TaxiWars Dutzende von Auftritten in ganz Europa absolviert. Mal traten sie in kleinen Clubs auf, dann wieder bei Jazzfestivals oder bei großen Rockmusik-Zusammenkünften. "Mir wurde bald klar, dass TaxiWars als dauerhafte Band funktionieren könnte", meinte Tom Barman während der Aufnahmesessions für das zweite Album "Fever", das nun in Deutschland als eAlbum erscheint. "Wir fanden sehr schnell einen Draht zueinander. Diese Jungs sind - natürlich - großartige Musiker und ich liebe unsere Arbeitsethik: wir können ein Album machen, ohne zwei Jahre unseres Lebens zu verlieren. Die Auftritte in Clubs und bei Jazzfesten waren toll, aber am besten aufgehoben fühlen wir uns wirklich bei Alternative-Rock-Festivals. Dort, wo uns noch kaum jemand kennt, aber wo man überall schwelende, brodelnde Musik hören kann."

Barman, der vor allem für seine energiegeladenen Auftritte mit der alternativen Rockband dEUS bekannt ist, zeigte dieselbe Leidenschaft auch, als er mit TaxiWars im Studio war. Denn während der Live-Studiosessions mit Saxophonist Robin Verheyen, Bassist Nicolas Thys und Drummer Antoine Pierre feuerte er die Band an und "elektrifizierte" sie. "Es dreht sich alles darum, die richtige Atmosphäre zu schaffen", sagt Robin Verheyen. "Bei großen Festivals sehnen sich die Leute nach einem guten Groove. Das ist das Mindeste, was wir ihnen bieten können. Wenn ein Groove deep ist, dann machen sich die Leute gar keinen Gedanken darüber, dass wir eigentlich Jazz spielen. Es ist dann für sie einfach nur Musik."

Der Jazzgehalt mag bei TaxiWars von Stück zu Stück variieren, bildet aber bei den zwölf Tracks von "Fever" immer die Grundlage. Tom Barman unternimmt erst gar nicht den Versuch, sich als Crooner in Szene zu setzen. "Ich würde auch nie einer Band beitreten, in der Tom klassischen Jazz singt", lästert Saxophonist Verheyen. Das Titelstück ist nicht etwa eine Interpretation des gleichnamigen, durch Peggy Lee bekannt gewordenen Jazzklassikers, sondern eine schweißtreibende Punk-Jazz-Nummer, die auch Charles Mingus stolz gemacht hätte.  Ganz anders ist hingegen "Airplane Song", eine minimalistisch gestaltete Ballade ohne jegliche Zuckerzusätze. Und "Honey, It’s The Blues" ist ein leidenschaftlicher Blues à la Archie Shepp.

Das Album "Fever" ist erhältlich bei iTunes , Amazon Digital und Google Play.

  • 2. November 2016 Hamburg - Nachtasyl
  • 3. November 2016 Berlin - Bi Nuu
  • 5. November 2016 A-Wien - Chaya Fuera
  • 7. November 2016 CH-Genf -  L'Usine
  • 30. November 2016 CH-Fribourg - Fri-Son