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14.10.2016
Takuya Kuroda

Der Aufsteiger - Japans neuer Star unter den Jazztrompetern

Wohl jeder echte Jazzfan wird aus dem Stegreif locker eine Handvoll japanischer Jazzpianisten von internationalem Renommee nennen können. Fragt man ihn aber nach Jazztrompetern aus dem Land der aufgehenden Sonne, dürfte die Antwort zögerlicher ausfallen. Tatsächlich kann man die Trompeter Nippons, die außerhalb Japans größere Bekanntheit erlangten, an den Fingern einer Hand abzählen: spontan kommen einem da vielleicht Terumasa Hino, Tiger Okoshi, Toshinori Kondo und Shunzo Ohno in den Sinn.

Und seit einiger Zeit auch Takuya Kuroda. Seit er 2003 in die USA ging, um am Berklee College in Boston und später an der New School in New York zu studieren, konnte sich Kuroda in sehr unterschiedlichen musikalischen Kontexten profilieren. Er spielte Post-Bop an der Seite von Junior Mance, Valerie Ponomarev und Greg Tardy, vertiefte sich in der Band seines ehemaligen Studienkollegen und Förderers José James in Neo-Soul, praktizierte Afrobeat-Musik mit dem New Yorker Ensemble Akoya, machte Funk- und Soul-Jazz mit der Band Chicken Gravy und begleitete sogar die J-Pop-Sängerin JuJu. Der endgültige Durchbruch gelang Kuroda dann 2014 mit seinem vierten Soloalbum "Rising Son", das von José James produziert war und bei Blue Note erschien.

Jetzt legt der vielseitige Trompeter bei Concord Records sein neues, selbst produziertes Album "Zigzagger" vor, auf dem er scheinbar all seine bisherigen stilistischen Einflüsse und musikalischen Spielerfahrungen kanalisieren wollte. Aufgenommen hat er es mit Musikern, die schon seit fünf Jahren seiner festen Band angehören: Posaunist/Vokalist Corey King, Keyboarder Takeshi Ohbayashi, Bassist Rashaan Carter und Schlagzeuger Adam Jackson. Als Gäste sind bei dem Donald-Byrd-Klassiker "Think Twice" außerdem die Musiker der bekannten New Yorker Afrobeat-Band Antibalas zu hören. Die restlichen Nummern stammen allesamt aus der Feder von Kuroda und reflektieren Einflüsse von Herbie Hancocks Headhunters über Fela Kuti und Hugh Masekela bis hin zu Maceo Parker bis zu Roy Hargroves RH Factor.

Takuya Kuroda live:

  • 05.11.16 München, Unterfahrt
  • 06.11.16 Berlin, Gretchen