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12.02.2014
Various Artists

Miles Davis - Chronik eines Genies

Various Artists, Miles Davis - Chronik eines Genies Miles Davis

Anfang der 1950er Jahre hatte Miles Davis, der damals massiv mit Drogenproblemen kämpfte, einen Tiefpunkt in seiner Karriere erreicht. Selbst ein musikalisches Genie wie Miles Davis spielte nicht immer in Hochform und musste in seiner Karriere Rückschläge wegstecken. Doch stets stieg er wie ein Phoenix wieder aus der Asche auf. In eine besonders produktive Phase trat der Trompeter während seiner Zeit bei Prestige Records. In dieser sogenannten "blauen Periode" (benannt nach dem gleichnamigen ersten Prestige-Album, dessen Titel natürlich eine Anspielung auf Pablo Picasso war) machte Davis für das Label zwischen 1951 und 1956 insgesamt 17 Aufnahmesessions, bei denen er sich innovativer denn je zuvor zeigte. Eines der damals entstandenen Alben, "Relaxin’ With The Miles Davis Quartet", wurde erst kürzlich in die Grammy Hall Of Fame aufgenommen. In der 8-CD-Box "Chronicle: The Complete Prestige Recordings 1951-1956" wurden 1992 erstmals sämtliche Aufnahmen, die Miles für Prestige eingespielt hatte, zusammen veröffentlicht. Das Boxset erschien ursprünglich in einer LP-großen Box. Jetzt wird derselbe Inhalt in einer wesentlich handlicheren CD-großen Box deutlich preiswerter wieder erhältlich gemacht. In der Box befindet sich neben den 8 CDs in Stecktaschen ein 64-seitiges Booklet mit seltenen Fotos, allen diskographischen Angaben sowie einem Essay von Autor Dan Morgenstern.

Im All Music Guide meinte Scott Yanow, der die "Chronicle"-Box mit der Höchstwertung von fünf Sternen auszeichnete: "Am Bedeutendsten sind die vielen Performances von Miles’ klassischem Quintett der Jahre 1955/56 mit Tenorsaxophonist John Coltrane, Pianist Red Garland, Bassist Paul Chambers und Drummer Philly Joe Jones. Aber es gab auch Treffen, die Sonny Rollins, Charlie Parker (am Tenorsax), Thelonious Monk, Milt Jackson, Jackie McLean, Lee Konitz, Lucky Thompson und J.J. Johnson fetureten. Ein Großteil der Aufnahmen zählt zu den Klassikern und stammt aus der Periode, in der Miles Davis wirklich begann, sich als Innovator zu profilieren."