Jazz Newsletter

Wir versenden wöchentlich den aktuellen Jazzecho Newsletter. Um keine Neuigkeit zu verpassen, können Sie sich gern hier mit Ihrer eMail-Adresse registrieren. Der Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden.

Mit dem Klick auf „OK“ bestätigen Sie, dass Sie Newsletter von uns erhalten möchten. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen. Infos zum Umgang mit persönlichen Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

OK

Labels

Im Bereich Labels finden Sie Informationen zu den wichtigsten und bekannstesten Jazzlabels der Welt:

Artikel

29.07.2011

Der erste Fado-Tango von Paris - Cristina Branco

Auf ihrem neuen Album “Fado/Tango” unternimmt Cristina Branco eine abenteuerliche musikalische Reise zwischen Lissabon, Paris und Buenos Aires und kreiert dabei den Fado-Tango.

Cristina Branco, Der erste Fado-Tango von Paris - Cristina Branco Cristina Branco

Das Korsett des reinen Fado war Cristina Branco immer schon zu eng. Sie hat sich selbst nie als eine wirkliche Fadista gesehen, sondern stets nur als eine Sängerin, die unter anderem Fado singt. Auf ihrem neuen Album “Fado/Tango” versuchte die Portugiesin nun, den Fado ihrer Heimat mit dem Tango und auch französischer Musik zu kreuzen. “Der Fado ist wie der Tango die Musik derer, die arm oder verrückt sind, aber große Seelen haben”, meint Cristina Branco und macht dann die Unterschiede deutlich: “Der Tango ist theatralischer, visueller, sehr viel schamloser, spontaner und gewagter, während der Fado zurückhaltender, reservierter ist. Aber es ist trotzdem durchaus logisch, diese beiden Universen miteinander zu verbinden.” Und verknüpft werden sie hier über den Bezugspunkt Paris.

Die Idee für dieses Projekt wurde geboren, als Branco im Radio den Bolero “Dos gardenias” der kubanischen Komponistin Isolina Carrillo hörte. Der Klassiker aus den 1930er Jahren wurde zuletzt durch neuere Interpretationen von u.a. Ibrahim Ferrer (Buena Vista Social Club) und der brasilianischen Sängerin Maria Rita wieder populär. Vom kubanischen Bolero zum argentinischen Tango war es dann nur noch ein kleiner Schritt. “Ich begann, verschiedene Elemente zusammenzufügen, um diesen Fado-Tango zu konzipieren. Denn genau das ist diese Musik: Fado-Tango.” Das Stück, das den Geist dieses Album am perfektesten verkörpert, lieferte Cristina Branco ihr portugiesischer Kollege Pedro da Silva Martins von der Band Deolinda: “Não há só tangos em Paris”. Jazzpianist Mário Laginha schrieb ihr gemeinsam mit dem Schriftsteller António Lobo Antunes den Fado “Quando julgas que me amas”. Zum Repertoire gehören außerdem ein Klassiker von Carlos Gardel (“Anclao en Paris”), ein Chanson von Jacques Brel (“Les désespérés”), die Vertonung eines Gedichts von Charles Baudelaire (“Invitation au voyage”) und ein Stück des Duos Maria João und Mário Laginha (“Um amor”).