Rufen wir uns zur Erinnerung ein paar Meilensteine der Jazzgeschichte ins Gedächtnis:
"Free Jazz" war das Album, das im Jahr 1960 dem Lebensgefühl einer jungen Generation und darüber hinaus einer bereits heranwachsenden Klangästhetik das Motto ab.
"Skies Of America" (1972) war die Übersetzung der Idee des Concerto Grosso in die Welt der improvisierenden Moderne, ein Klassiker des sinnvollen, nicht bemühten Crossovers.
"Dancing In Your Head" (1977) mit Ausschnitten der Sessions, die Ornette Coleman mit den Master Musicians Of Joujouka in Marokko gespielt hatte, wies den Weg in eine ernsthafte Auseinandersetzung mit World Jazz.
Prime Time modifizierte mit Alben wie "In All Languages" (1987) den an Relevanz verlierenden Fusion-Sound im Sinne des Free Funks.
Und Geniestreiche wie "Song X" (1986) an der Seite von Pat Metheny oder das 2007 mit dem Pulitzer Prize ausgezeichnete Quartet-Konzert-Album "Sound Grammar" runden das Bild eines ebenso eigenwilligen wie stilprägenden Tüftlers ab.
Am 9. März 2010 feiert Ornette Coleman seinen 80. Geburtstag, der Mann, ohne den der moderne Jazz anders klingen würde. Das JazzEcho-Team gratuliert und empfiehlt neben seiner Musik den frisch erschienenen Interview-Band "Ornette Coleman: Klang der Freiheit", den der Journalist Christian Broeking für den Creative People Books Verlag zusammengestellt hat.













