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News - Rootsmusik ohne verklärende Nostalgie - JazzEcho

14.10.2009
Among The Oak & Ash
Rootsmusik ohne verklärende Nostalgie

Among the Oak and Ash © © Zelko Gorickic
© © Zelko Gorickic

Auf den ersten Blick wirkt das Repertoire, das die beiden amerikanischen Singer, Songwriter und Gitarristen Josh Joplin und Garrison Starr für ihr gemeinsames Projekt "Among The Oak & Ash" zusammenstellten, überraschend antiquiert. Doch tatsächlich haben diese teilweise Jahrhunderte alten Klassiker der Folkmusik der Appalachen (unter die Joplin und Starr auch noch zwei eigene Stücke mischten) eigentlich nichts von ihrer Gültigkeit eingebüßt: die universellen Themen der Songs, die von den Bedingungen des Menschseins und der Natur des Menschen, von Liebe, Verlust, Verlangen, Grausamkeit und Tod handeln, sind so aktuell wie eh und je.

Josh Joplin und seiner Partnerin Garrison Starr ist es gelungen, diesen eingängigen Liedern mit spartanischen Arrangements einen zeitlosen Anstrich zu verpassen. Nicht zuletzt ist "Among The Oak & Ash" aber auch ein nachhaltiger Beweis für die eindrucksvollen Interpretationsfähigkeiten der beiden jungen amerikanischen Künstler. Zu den Sessions lud das Paar zwei der angesehensten Instrumentalisten von Nashville ein: Bassist Brian Harrison (Shelby Lynne) und Schlagzeuger Bryan Owings (Emmylou Harris, Patty Griffin). In der entspannten Atmosphäre von Harrisons Heimstudio gingen die vier Musiker die Aufnahmen mit einem Sinn für organische Intimität an, der die von Herzen kommenden Darbietungen des Albums reflektiert. Da sie ohne die finanzielle Unterstützung eines Plattenlabels arbeiteten und so auch nicht Einflüssen von außerhalb ausgesetzt waren, konnten sie sich ganz auf die Musik konzentrieren.

Im Gegensatz zu vielen anderen Künstlern, die sich in jüngster Zeit bei ähnlichen Projekten der Auseinandersetzung mit Folk- und Bluegrassmusik widmeten, hegten Joplin und Starr von vorneherein kein Interesse daran, bewusst einen nostalgischen Sound zu kreieren. "Ich finde, dass diese Musik von einer ganzen Schar von Leuten, die sie wiederbelebt haben, wie ein kostbares Schmuckstück behandelt wurde", meint Joplin. "Aber wenn man sich anschaut, was das für Leute waren, die sie einst erschufen... das waren keine Puristen, sie drückten sich einfach nur mit den ihnen seinerzeit zur Verfügung stehenden Mitteln aus. Und das wollten wir auch machen: Wir wollten den Liedern gerecht werden, ohne sie wie Museumsstücke zu behandeln. Ein Grund, weshalb ich mit Garrison zusammenarbeiten wollte, war, dass sie so spontan und forsch ist. Und ich glaube, dass diese Qualitäten auch eine große Rolle beim Gelingen des Projekts spielten."

Mehr Informationen über Among The Oak & Ash finden Sie auf ihrer Künstlerseite.

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