Seit 1973 gibt es sie nun schon: die Union Deutscher Jazzmusiker (UDJ). Auf Initiative von Claus Schreiner hatten sich damals 60 Musiker, Pressevertreter und Musikfunktionäre in diesem Verband zusammengeschlossen, um den heimischen Jazz zu fördern. Natürlich hat sich in den beinahe vierzig Jahren, die die UDJ nun schon existiert, vieles verändert. Und so riefen einige Jazzmusiker der neueren Generationen Ende letzten Jahres zu einer “Initiative für einen starken Jazz in Deutschland” auf, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden. Innerhalb von wenigen Wochen schlossen sich ihnen rund 1.000 Unterzeichner an. Nun wollen sie unter der Federführung von Pianistin Julia Hülsmann und Saxophonist Felix Falk in der UDJ für frischen Wind sorgen.
Im Aufruf hieß es: “Im Bereich des Jazz gibt es wirksame überregionale Zusammenschlüsse beispielsweise von Veranstaltern und Plattenlabels. Den Musikern fehlt eine solche zugkräftige, übergreifende und handlungsfähige Vereinigung, mit einer Stimme, die gehört und wahrgenommen wird. Solch eine Musikervereinigung ist jedoch eine der wichtigsten Voraussetzungen, wenn die Probleme erkannt und benannt, Lösungen gefunden und umgesetzt werden sollen. In der Kulturpolitik wächst derzeit das Verständnis für Jazz. Wir Musiker müssen uns jetzt als zentrale Ansprechpartner zu Wort melden. Alle Bereiche des Jazz, der Szene und des Marktes werden durch solch eine Initiative belebt. Die Union Deutscher Jazzmusiker (UDJ) wurde 1973 mit einem ähnlichen Ziel gegründet. Allerdings kann sie den Anforderungen derzeit nicht mehr gerecht werden. Aus diesem Grund braucht es eine Stärkung der UDJ durch eine neue Generation von engagierten Mitgliedern. Als diese wollen wir uns gemeinsam für die folgenden Ziele einsetzen.”
Manfred Schoof, der bisherige Präsident der UDJ, begrüßte das Engagement vorbehaltslos: “Auf dieser Grundlage kam mit den Initiatoren dieses Aufrufs eine sehr fruchtbare Entwicklung in Gang, die unserer gemeinsamen Sache jetzt neuen Schwung verleiht.” Schoof übergibt sein Amt nun an Julia Hülsmann, wird den Verein aber weiterhin als Ehrenpräsident unterstützen.
Wer mehr über die UDJ und diese Initiative erfahren möchte oder selbst Fördermitglied des Verbands werden möchte, sollte die Internetseiten der UDJ besuchen.










