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News - Verwunschene Musik zwischen Jazz und Folk - Sinikka Langeland - JazzEcho

23.09.2011
Sinikka Langeland
Verwunschene Musik zwischen Jazz und Folk - Sinikka Langeland
Fünf Jahre nach ihrem fantastischen ECM-Debütalbum “Starflowers” meldet sich Sinikka Langeland mit demselben skandinavischen All-Star-Ensemble und ihrer jüngsten Einspielung “The Land That Is Not” zurück.

Sinikka Langeland c Dag Alveng / ECM
© Dag Alveng / ECM

Wenn man mit den Besten arbeiten möchte, dann riskiert man, dass diese nicht immer frei verfügbar sind. So kommt es, dass zwischen den beiden Alben, die Sinikka Langeland mit Trompeter Arve Henriksen, Saxophonist Trygve Seim, Bassist Anders Jormin und Schlagzeuger Markku Ounaskari aufnahm, fünf lange Jahre verstrichen sind.

Immerhin schaffte es die norwegische Sängerin und Kantele-Spielerin in dieser Zeit, diese Musiker - die allesamt selbst Bandleader sind - gelegentlich für Auftritte in unterschiedlichen Konstellationen um sich zu scharen. Dabei wuchs das panskandinavische Ensemble enger zusammen, und das hört man dem neuen Album “The Land That Is Not” auch deutlich an.

Auf “The Land That Is Not” nimmt die Band den Faden wieder dort auf, wo sie ihn auf dem vielgepriesenen Werk “Starflowers” 2006 fallen ließen: diesmal kombiniert nordische Volksmusik und jazzige Improvisationen mit der Poesie der Schwedin Edith Södergran (1892-1923) und des Norwegers Olav Håkonson Hauge (1908-1994). Beide waren gesellschaftliche Außenseiter und in ihrer jeweiligen Heimat Wegbereiter des literarischen Modernismus.

Über Langelands erstes ECM-Album hatte Heribert Ickerott im JazzPodium geschrieben: “‘Starflowers ist ein Als-ob-Album, das mit Elementen von Folk und Jazz souverän spielt und dabei Klangbilder von unglaublicher Zartheit und Intensität entwickelt. Sinikka Langeland beschreibt ihr musikalisches Konzept als den Wunsch, ‘originäre Musik zu schaffen, die in meiner eigenen Umgebung verwurzelt ist, die sich auf lokale Besonderheiten einlässt und die in die Geschichte zurückblickt, um mehr herauszufinden.’

Das klingt so wunderlich wie ihre verwunschene Musik, die immer wieder das Wunder einer Verschmelzung von Post-Folk und Gegenwarts-Jazz vollbringt. Arve Henriksen und Trygve Seim greifen die Melodiemotive auf und lassen sie zu Hymnen werden, geerdet von Anders Jormins Bass und aufgehellt durch Markku Ounaskaris Perkussion-Sounds. Ein Begriff müsste für dieses Sound-Wunder noch gefunden werden, in jedem Fall aber handelt es sich schlicht und schön um gute, um sehr gute Musik.”

Ähnliches ließe sich nun auch über “The Land That Is Not” sagen. Nur ist die Band zwischenzeitlich enorm weitergereift und zusammengewachsen. Und das macht die Musik so zu sagen noch besser als sehr gut.

Mehr Informationen Zur offiziellen Website von ECM Records

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