Als Auftakt der neuen 'Flimmer'-Reihe in Hamburg zeigen die Veranstalter einen Jazz-Dokumentarfilm über das Plattenlabel MPS in den 60er/70er Jahren im Schwarzwald. Dazu wurden die Jazz-Musiker Dirk Achim Dhonau, John Hughes, Geoffroy Dabrock, Willi Landl und Jörg Hochapfel aus Hamburg, Berlin und Wien eingeladen, die vor der jeweiligen Filmvorführung als Solo oder im Duo auftreten und einen kleinen Einblick in ihre aktuelle Welt des Jazz geben. Bei zwei der vier Vorführungen wird zudem die Regisseurin Elke Baur anwesend sein und persönlich etwas zu ihrem außergewöhnlichen Film sagen.
Elke Baurs Dokumentarfilm „MPS – Jazzin' The Black Forest“ ist ein liebevoll montiertes Portrait des 1968 im Schwarzwald gegründeten Jazz-Platten-Labels MPS und seines Gründers Hans-Georg Brunner Schwer. In den 60er und 70er Jahren war die Plattenfirma MPS (Musikproduktion Schwarzwald) das führende Jazz Label in Europa. In 20 Jahren entstanden über 600 Veröffentlichungen. Viele von Hans Georg Brunner-Schwer, von seinen Freunden nur HGBS genannt, im eigenen Wohnzimmer-Tonstudio produziert. Kaum andere europäische Jazzproduktionen wurden in den letzten Jahren so viel Beachtung geschenkt wie diesen schwarzwälder Aufnahmen. MPS Platten haben in der Sammlerszene bis heute Kultstatus.
Auf MPS befinden sich nicht nur berühmte, einheimische Musiker wie Wolfgang Dauner, Albert Mangelsdorff, Eberhard Weber, die Gebrüder Kühn oder Volker Kriegel sondern auch internationale Stars wie z.B. Oscar Peterson, George Duke, Jean-Luc Ponty, Lee Konitz, Charly Mariano, Kenny Clark, Francis Boland, Cecil Taylor oder Dave Pike gehörten zum festen Künstlerstamm. Seit den 90ern rücken DJs wie Oliver Korthals (Mojo Club) oder Rainer Trüby die MPS-Originale wieder ins Bewusstsein einer Hörergeneration, die zum Zeitpunkt der Aufnahmen noch nicht einmal geboren war.
"Es ist wundervoll zu erleben, daß Baur zeitgenössisches Material für sich selber sprechen läßt und sich darüber hinaus auch die Freiheit erlaubt, die Musik als integralen Bestandteil ausgiebig wirken zu lassen. So hat man als Zuschauer teilweise das Gefühl, an einer intimen 'Session' zwischen der Filmemacherin und dem Publikum teilzunehmen. MPS – Jazzin' The Black Forest wird ohne Zweifel alle musikinteressierten Zuschauer ansprechen." (Gerd Naumann auf Schnitt.de)













